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Die Website der Kirchengemeinde Münchberg

Wir hoffen, Sie finden hier auf diesen Seiten alle Informationen, die Sie suchen. Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte einfach an uns. Wir freuen uns über Ihren Anruf oder Ihre Mail.

 

"Mose ließ Israel ziehen vom Schilfmeer hinaus zu der Wüste Schur. Und sie wanderten drei Tage in der Wüste und fanden kein Wasser.

Da kamen sie nach Mara; aber sie konnten das Wasser nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher nannte man den Ort Mara.

Da murrte das Volk wider Mose und sprach: "Was sollen wir trinken?"

Mose schrie zu dem HERRN und der HERR zeigte ihm ein Holz; das warf er ins Wasser, da wurde es süß." (2Mose 15,22-25)

 

Nach der großartigen Befreiung aus Ägypten litten die Israeliten Durst in der Wüste. Die Hitze brannte, der Wind trocknete noch mehr aus. Wie sehr fehlte ihnen das Wasser! Die Lage wurde lebensbedrohlich. Dann die große Hoffnung: in Mara gibt es Wasser! Man nimmt die letzten Kräfte zusammen. Und wird enttäuscht. Denn das Wasser ist nicht nur ein bisschen bitter wie ein Grapefruit-Drink, sondern völlig ungenießbar.

Auch wir befinden uns in einer Wüstenzeit. So fühlt es sich für mich zumindest an. Die ersten Wochen waren für viele Menschen eine äußerst intensive Herausforderung. Jetzt zieht es sich wie der Weg auf eine Düne. Ich bin die unkomplizierten Begegnungen gewohnt. Wünsche mir, wieder unkompliziert mit Freunden zu essen, im Gottesdienst ohne Vorsichtsmaßnahmen zu feiern, im Gemeindehaus in einem vollen Saal zu sein und in einer Menschenmenge untertauchen zu können. Es fehlt. Aber die Einschränkungen sind nicht lebensbedrohlich. Und so halte ich sie für äußerst sinnvoll, weil die Gesundheit der Mitmenschen wertvoll ist. Dafür lohnt es sich für mich, ein wenig zu verzichten. Die Mund-Nasen-Bedeckung ist etwas lästig, aber als gesunden Menschen hindert sie mich nicht am Atmen. Die Begegnungen fehlen, aber um so bedeutsamer sind die ausgewählten Kontakte. Und auch wenn ich auf einiges Liebgewordene verzichte - insgesamt geht es mir gut und leide ich keine Not. Wir sind vorsichtig und es fehlt uns manches, aber wir befinden uns nicht im Krieg.

Die Israeliten haben damals ein handfestes Wunder erlebt. Durch Gottes Hilfe konnten sie überleben. Sie konnten überleben. Das Wunder ging zunächst nicht soweit, dass sie sofort im Land agekommen wäre, in dem Milch und Honig fließen. Die Wüste lag weiterhin vor ihnen.

Eines ist bis heute gleich: Gott ist da. Er begleitet uns wie die Israeliten.

Ihr Pfr. Christian Höllerer

 

 

Weiterhin sind wir gerne für Sie da. Telefonisch oder schriftlich ist in vielen Angelegenheiten zu bevorzugen, weil wir weiterhin vorsichtig sein möchten. Wenden Sie sich aber gerne an uns. Gerade dann, wenn es Ihnen nicht gut geht. Beispielsweise auch, wenn Sie durch die Corona-Bedingungen Schwierigkeiten beim Einkaufen haben. Erste Ansprechperson ist dafür Diakon Norbert Pühler unter der Nummer 09251 - 2660.

Seit 09. Mai kann der Münchberger Tisch wieder in gewohnter Weise geöffnet sein. Selbstverständlich mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen. Vor dem 09. Mai war der Tisch nicht ersatzlos geschlossen, sondern die Berechtigten konnten sich gerne bei Diakon Pühler melden und von ihm einen Beitrag bekommen.

Und bitte denken Sie an Ihre Mitmenschen. Möglicherweise gibt es eine Nachbarin, den alten Schulfreund, weitläufige Tante, … die sich so sehr über einen Anruf freuen würden.

 

Eine Kirchengemeinde wird lebendig durch Begegnungen von Menschen und die Gegenwart Gottes. Deshalb kann auch diese Website natürlich nicht alles widerspiegeln, was eine Gemeinde ausmacht. Wir geben uns aber Mühe und sind selbstverständlich auch an Ihrer Kritik interessiert.

Seien Sie ein Teil dieser bunten Vielfalt einer Gemeinde Jesu Christi.